Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen., © Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Achteinhalb Jahre Haft für nächtlichen Überfall

Für den nächtlichen Überfall auf ein Ehepaar in dessen Wohnung muss ein 30-Jähriger achteinhalb Jahre in Haft. Das Landgericht München I verurteilte ihn wegen erpresserischen Menschenraubs, schweren Raubs und gefährlicher Körperverletzung, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte.

Die zuständige Strafkammer sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte gemeinsam mit drei Mittätern, die unbekannt blieben, in den frühen Morgenstunden eines Junitages 2018 über ein gekipptes Fenster in die Münchner Wohnung des Paares einbrach. Sie schlugen den Angaben zufolge auf den Ehemann ein, fesselten ihn und klebten ihm den Mund zu. Die Bande erbeutete nach Überzeugung des Gerichts Geld und Schmuck im Wert von rund 41.000 Euro.

Zu Lasten des Angeklagten berücksichtigte die Kammer vor allem die Brutalität, mit der die Täter vorgingen. Strafschärfend wirkte sich aus, dass das Ehepaar durch die Tat erheblich traumatisiert ist und sich nach der Tat gezwungen sah, umzuziehen. Das Urteil gegen den nicht vorbestraften Angeklagten ist noch nicht rechtskräftig.