Achtung – Taschendiebe auf Weihnachtsmärkten!

Menschenmengen ziehen die Langfinger magisch an, sie arbeiten oft im Team. Während einer das Opfer ablenkt, stiehlt ein Komplize Geldbeutel, Handy oder gleich die ganze Tasche. Wenn sie nicht auf frischer Tat ertappt werden, stehen die Chancen schlecht, die Täter zu erwischen. Eine weitere Masche ist das Drängeln. Ein Dieb rückt seinem Opfer auf die Pelle, bis es sich verärgert zur Seite dreht und seine Tasche quasi griffbereit anbietet. In anderen Fällen beschmutzen die Diebe die Jacke ihres Opfers mit Glühwein, Senf oder Ketchup und bieten dann ihre Hilfe beim Säubern an. Eine ideale Gelegenheit, um Wertgegenstände aus der Manteltasche zu klauen! Weitere Tipps der Polizei:

„Manchmal lassen sich Taschendiebe schon am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute wie Hand- oder Umhängetaschen. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik wurden im Jahr 2017 in Oberfranken insgesamt 231 Taschendiebstähle angezeigt. Dabei entstand ein Schaden von 64.669 Euro.

Damit Sie den Bummel über den Weihnachtsmarkt unbeschwert genießen können, gibt Ihnen Ihre Oberfränkische Polizei folgende Tipps:
– Nehmen Sie nur so viel Bargeld und Zahlungskarten mit, wie Sie tatsächlich benötigen.
– Tragen Sie Geld, Zahlungskarten, Papiere und andere Wertgegenstände immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.
– Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen immer mit der Verschlussseite zum Körper.
– Achten Sie gerade in einem Gedränge verstärkt auf Ihre Wertsachen. Werden Sie misstrauisch, wenn Sie plötzlich angerempelt oder „in die Zange“ genommen werden.
– Wenn es doch zum Diebstahl gekommen ist und Ihnen Ihre Zahlungskarte entwendet wurde, lassen Sie diese sofort mit dem Sperrnotruf 116 116 sperren. Wenn sich Ihre Bank diesem Notruf nicht angeschlossen hat, wenden Sie sich direkt an Ihr Kreditinstitut.
– Damit Ihre Debitkarte auch für das elektronische Lastschriftverfahren gesperrt werden kann, für das Sie lediglich eine Unterschrift brauchen, müssen Sie den Verlust bei der Polizei melden. Erst dann wird die Karte beim Bezahlen in Geschäften auch im Lastschriftverfahren abgelehnt.“