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AfD kämpft mit sich selbst

Greding (dpa) – Nach dem Einzug in den Landtag kämpft die AfD in Bayern weiter mit internen Querelen. Die Landtagsfraktionsvorsitzende Katrin Ebner-Steiner forderte am Samstag beim ersten AfD-Landesparteitag nach der Wahl in Greding (Landkreis Roth) Gemeinschaftsgeist: «Die Geister des Zerwürfnisses und des Spaltpilzes, die man in uns treiben will, die werden wir enttarnen.» Die AfD-Landtagsfraktion arbeite geschlossen zusammen. «Genau dieser Geist ist es, der die ganze bayerische AfD einen, aber auch versöhnen kann.»

Im AfD-Landesverband gibt es sowohl inhaltliche als auch personelle Meinungsverschiedenheiten. Nach der Landtagswahl ist unter anderem der Landesvorsitzende Martin Sichert die Kritik geraten. Er wird von Teilen der Partei dafür verantwortlich gemacht, dass die AfD mit 10 Prozent der Stimmen wesentlich schlechter als erwartet abschnitt, die Diskussion wird zum Teil im Internet ausgetragen.

Beim Landesparteitag fehlte knapp ein Drittel der neu gebildeten Landtagsfraktion, von 22 Abgeordneten erschienen 14. Auf die Frage eines Parteimitglieds, warum die übrigen acht Abgeordneten nicht erschienen waren, wurde aus der Landtagsfraktion entgegnet: «Die sind uns keine Rechenschaft schuldig und werden ihre guten Gründe haben.»