© Sven Hoppe

AfD stichelt beim Gillamoos gegen Konkurrenz

Abensberg (dpa/lby) – Die bayerische Alternative für Deutschland (AfD) hat den politischen Gillamoos in Abensberg für einen Rundumschlag gegen die politische Konkurrenz genutzt. «Niedergang hat einen Namen: Markus Söder», sagte die Fraktionsvorsitzende Katrin Ebner-Steiner. Er habe sich selbst zum «Krisenkönig» gekrönt und geißle die Republik mit seinen Corona-Zwangsmaßnahmen. Mit Blick auf Söders Stellvertreter sagte sie: ««Aiwangern» ist der neue politische Begriff der politischen Beliebigkeit.» Er sei am Kabinettstisch Impffanatiker, am Stammtisch Impfskeptiker. Die Freien Wähler seien eine «Scheinopposition».

Das Volksfest Gillamoos im Landkreis Kelheim hat eine mehr als 700-jährige Tradition. Am letzten Festtag sind politische Reden mit markigen Sprüchen in Bierzeltatmosphäre üblich. Das Volksfest findet 2021 wegen der Corona-Pandemie aber nicht statt. Die Parteien übertrugen ihre Auftritte live aus Wirtshäusern ins Internet.

Ebner-Steiner kritisierte, die CSU habe als Teil der Bundesregierung Tausende Afghanen ohne ausreichende Sicherheitsprüfung einfliegen lassen. Die SPD spiele sich trotz von ihr verantworteter Alters- und Kinderarmut als Partei des kleinen Mannes auf, Grüne wollten mit Lastenfahrrädern, «Ökolatschen» und «Gendergestammel» die Welt retten.

© dpa-infocom, dpa:210906-99-111445/2