© Matthias Balk

Aiwanger: Bessere Finanzhilfen für Brauereigaststätten

München (dpa/lby) – Die Bundesregierung stellt nach Auskunft von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) bessere finanzielle Hilfen für Brauereigaststätten in Aussicht. Diese seien bislang wegen ihrer Bindung an die Brauereien schlechter gestellt gewesen als normale Lokale, sagte Aiwanger am Sonntag in München. Nun habe der Bund die Hürden für diese Hilfen gesenkt und die Voraussetzungen für Anträge auf Unterstützung für die Monate November und Dezember verbessert. «Unsere traditionsreichen Brauereigaststätten sind eine wichtige Stütze bayerischer Wirtshauskultur. Sie brauchen die Unterstützungsleistungen dringend», erklärte der Minister.

Normalerweise erhalten Gast- und Beherbergungsbetriebe für November und Dezember für Umsatzausfälle Entschädigungen von bis zu 75 Prozent. Bei Brauereigaststätten galt jedoch eine andere Regelung. Sie sollten nur in den Genuss der Hilfen kommen, wenn der Außer-Haus-Verkauf der Brauerei an den Handel 20 Prozent des Gesamtumsatzes nicht übersteigt. Der Verkauf mit Flaschenbier könne aber die enormen Verluste der Gaststättenschließungen nicht kompensieren, hatten die Brauer im Dezember kritisiert. Aiwanger bat daraufhin nach eigenen Angaben das Bundeswirtschaftsministerium um Unterstützung.