Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister und Landesvorsitzender der Freien Wähler in Bayern., © Matthias Balk/dpa/Archivbild

Aiwanger: Grundsatzvereinbarung soll Solarausbau antreiben

Mit Hilfe einer am Dienstag unterzeichneten Grundsatzvereinbarung will Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) den Ausbau der Solar- und anderer erneuerbarer Energien in Bayern beschleunigen. Im Kern gehe es darum, die Beteiligten besser zu koordinieren, um den Anschluss der Anlagen an die Netze zu erleichtern, sagte der Minister. Zu den Unterzeichnern des Memorandum of Understanding gehören neben Aiwanger auch das Bayernwerk und andere Netzbetreiber, Landkreis- und Gemeindetag, Bauernverband und der Bundesverband Solarwirtschaft.

Als Negativbeispiel nannte Aiwanger die Situation, dass jemand einen Solarpark von fünf Hektar baue. Beim Versuch, ihn ans Netz anzuschließen, bekomme er dann aber gesagt, dass das Netz überlastet sei und er zwei Jahre warten müsse. Durch die jetzt angestrebte bessere Koordination könne künftig entweder das Netz schneller ausgebaut werden, der Park an anderer Stelle gebaut werden, wo das Netz Kapazität habe, oder beispielsweise ein Elektrolyseur eingerichtet werden, der den Strom aufnehme und das Netz so entlaste.

Derzeit dauere vieles zu lange, sagte Bayernwerk-Chef Egon Westphal. Für ein Umspannwerk brauche man beispielsweise 40 Wochen – bayernweit müsse man aber 500 bauen. Denn ohne Umspannwerk nütze einem das schönste Solarfeld nichts.