Nach Instagram-Beitrag

Prozess um angebliche Trump-Drohung des Ex-FBI-Chefs im Juli

08. Mai 2026 , 23:18 Uhr

Der frühere FBI-Chef James Comey ist wegen eines Fotos von Muscheln am Strand angeklagt, die zu Zahlen zusammengelegt sind und auf Präsident Trump anspielen. Jetzt gibt es einen Prozess-Termin.

Der Prozess gegen Ex-FBI-Chef James Comey wegen einer angeblichen Drohung gegen US-Präsident Donald Trump soll in gut zwei Monaten beginnen. Richterin Louise Flanagan setzte den 15. Juli als Termin an. Comeys Anwälte kündigten unterdessen an, eine Abweisung der Anklage fordern zu wollen.

Comey hatte im Mai 2025 ein Bild von Muscheln am Strand auf Instagram hochgeladen, die die Zahlen «86 47» formten. Trump, der 47. Präsident der USA, und dessen Unterstützer interpretierten dies als Aufruf zu einem Attentat auf den Staatschef. Comey bestritt, dass es sich um einen Gewaltaufruf gehandelt habe. In der Anklage wird ihm nun vorgeworfen, wissentlich eine Morddrohung gegen Trump verbreitet zu haben. 

Dem Merriam-Webster-Wörterbuch zufolge handelt es sich bei «86» um einen veralteten Ausdruck, der erstmals in den 30er Jahren nachgewiesen wurde. Unter anderem bedeutet er demnach, dass etwas in einem Restaurant ausverkauft ist. Später kamen die Bedeutungen «loswerden» oder «abweisen» hinzu. «Zu den jüngst übernommenen Bedeutungen gehört eine logische Erweiterung der vorherigen, nämlich die Bedeutung „töten“», heißt es bei Merriam-Webster. Diese werde aber nur selten verwendet. 

Comey bestritt Gewaltdrohung 

Comey löschte den Post nach Kritik und schrieb später auf Instagram, er habe in der Muschelformation lediglich eine politische Botschaft gesehen. Dass er damit zu Gewalt gegen Trump aufrufen wollte, wies er zurück. «Mir war nicht bewusst, dass manche Leute diese Zahlen mit Gewalt assoziieren», schrieb er.

Die Ankläger werden in dem Verfahren vor der Herausforderung stehen, Comey eine eindeutige Absicht bei einer Drohung gegen Trump nachzuweisen. Früheren Angaben des Ex-FBI-Direktors zufolge entdeckte er die aus Muscheln gebildeten Zahlen bei einem Strandspaziergang.

Quelle: dpa

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