Beim Vorstand des bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands Oberfranken, Henrik Schödel, stößt diese Idee auf Skepsis. Er findet die Teilzeitaufstockung zwar gut, aber organisatorisch schwer machbar. Mütter mit Kindern könnten zwar demnach mehr Stunden aufbringen, müssten aber die Zusatzstunden an Nachmittagen oder an anderen Schulen abarbeiten. Das wäre für viele nicht vereinbar. Man müsste auch eine drohende Überlastung im Blick haben. Vielmehr solle man sich darauf konzentrieren, den Beruf an sich für Neuzugänge wieder attraktiver zu machen, meint Schödel. Laut dem bayerischen Kultusministerium sind im nächsten Schuljahr über 3000 Vollzeitstellen nicht besetzt. Ein Vorschlag im Konzept zur Bewältigung des Lehrermangels ist eben, dass Teilzeitkräfte mehr Stunden arbeiten könnten.