Aussperrung der SÜC sorgt laut ver.di für Unmut bei den Mitarbeitern

Verhärtete Fronten im Tarifkampf in Coburg. Wie die Gewerkschaft ver.di in einer Pressemitteilung bekannt gegeben hat, hatte die SÜC Bus und Aquaria GmbH Coburg für den Streiktag gestern eine komplette Aussperrung ausgesprochen. Bedeutet: Kein Busfahrer durfte gestern arbeiten. Während die Arbeitnehmer, die Teil der Gewerkschaft sind jedoch rechtlich ihr Streikgeld erhalten, gehen die restlichen Busfahrer an diesem Tag leer aus. Diese völlig überzogene Reaktion dürfte wohl bundesweit einmalig sein, heißt es seitens der Gewerkschaft ver.di. Die Aussperrung habe bei den Belegschaften zu äußerst schlechter Stimmung gegen den Arbeitgeber geführt, so ver.di weiter. Wie berichtet hatte die SÜC Bus und Aquaria GmbH zuvor angekündigt, am Tag des Streiks den Busverkehr komplett einzustellen. Als Begründung nannte das Unternehmen die Corona-Pandemie. Eine Überfüllung im verringerten Busangebot habe man nicht in Kauf nehmen wollen.