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Ausstellung in Oberammergau zeigt den Umgang mit der Pest

Oberammergau (dpa/lby) – Wie bestimmten die Pest und der dadurch drohende Tod das Leben der Menschen? Dieser Frage widmet sich das Oberammergau Museum ab Samstag in einer Ausstellung. Dort werden Exponate von privaten Leihgebern und aus dem Diözesanmuseum Freising zu sehen sein, wie ein Sprecher mitteilte. Dazu zählen schützende Amulette, Darstellungen von Pestheiligen und ein Pestsarg.

Im Jahr vor den nächsten Passionsspielen in Oberammergau soll so der Umgang der Menschen mit der Pest im Mittelalter und der frühen Neuzeit erzählt werden. Die Krankheit zählte über Jahrhunderte zu den schlimmsten Seuchen der Menschheit.

Mit den Passionsspielen wird alle zehn Jahre daran erinnert. Die Oberammergauer legten im Jahr 1633 ein Pestgelübde ab. Sie versprachen damals, alle zehn Jahre ein Schauspiel vom Leiden, Sterben und der Auferstehung Christi aufzuführen, wenn niemand mehr an der Pest sterben sollte. Im nächsten Jahr steht die 42. Auflage der Passion an. Zu den gut 100 Aufführungen werden knapp eine halbe Million Zuschauer aus aller Welt erwartet.