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BAföG auf eigene Konten überwiesen: Frau muss ins Gefängnis

Schweinfurt (dpa/lby) – Weil sie fast 300 000 Euro BAföG auf eigene Familienkonten überwiesen hat, ist eine ehemalige Mitarbeiterin der Schweinfurter Stadtverwaltung zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Die Richter sprachen die 30-Jährige am Montag vor dem Landgericht Schweinfurt wegen Untreue und Computerbetrug für schuldig. Ihr 40-jähriger Ehemann wurde wegen Geldwäsche zu neun Monaten auf Bewährung verurteilt, weil er einen großen Teil des Geldes mit ihr ausgegeben hatte.

Die Frau hatte die Taten zu Prozessbeginn gestanden. Laut Anklage manipulierte sie zwischen November 2014 und Oktober 2015 in 41 Fällen selbsterstellte Anträge auf Ausbildungsförderung so, dass die Beträge auf eigene Konten und Konten mit ihrem Ehemann landeten. So kamen 295 000 Euro zusammen. Die Staatsanwaltschaft hatte für die Frau eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten gefordert. Die Verteidigung plädierte für zwei Jahre auf Bewährung.