Barrierefreiheit? Fehlanzeige!

Obwohl die Aufzüge am Coburger Bahnhof eigentlich fertig sind, sind sie noch immer nicht in Betrieb. Die Bahn begründet das seit Monaten damit, dass keine Prüfingenieure zu bekommen sind. FDP-Stadtrat und Anwalt Eidt hat nun Dienstaufsichtsbeschwerde eingelegt – gegen Bernd Koch, den Vorstandsvorsitzenden der Bahntochter DB Station & Service AG, und alle für den Bahnhof Coburg zuständigen Personen. Er wirft ihnen Untätigkeit zu. Erst diese Woche war ein hochbetagter und schwer gehbehinderter Mann mit dem ICE nach Coburg gereist, aber auf Hilfe beim Überwinden der Treppen angewiesen. Sein Schwager, der frühere Chefarzt Medau, konnte kurzfristig bei der Bahn keine Hilfe bekommen, der Mobilitätsservice muss mindestens 24 Stunden vorher gebucht werden. Also engagierte Medau selbst Helfer von BRK und ASB, die den gehandicapten Mann die Treppe hinabtrugen. Der FDP-Kreisverband Coburg-Stadt bot nun an, die Kosten für einen TÜV-Prüfer vorzustrecken, wenn die Stadt einen solchen engagiert und die Zustimmung bei der Bahn einholt. Wie berichtet hatte Bundestagsabgeordneter Michelbach vor kurzem mitgeteilt, dass noch diesen Herbst Gespräche mit der Bahn zum Thema stattfinden sollen.