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Bayern bei E-Auto-Ladepunkten weit vorn

München (dpa/lby) – Bayern bietet den Fahrern von Elektroautos mit Abstand die meisten öffentlichen Ladepunkte: Fast jeder vierte steht im Freistaat, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft am Freitag mitteilte.

Demnach gab es in Deutschland kurz vor Weihnachten 23 840 Ladepunkte an Straßen, vor Supermärkten, in Parkhäusern, bei Hotels und anderen öffentlich zugänglichen Orten. Davon sind 5656 in Bayern, fast 4100 in Baden-Württemberg und knapp 3900 in Nordrhein-Westfalen – in allen anderen Ländern gibt es weniger als 2000 Ladepunkte. Schlusslicht ist Bremen mit 120 Ladepunkten.

Im bundesweiten Städtevergleich steht München am besten da: Mit 1103 Ladepunkten hat die bayerische Landeshauptstadt im Dezember den weit größeren Stadtstaat Hamburg mit 1070 Ladepunkten überholt, erst auf Platz drei folgt Berlin mit 974 Ladepunkten. Unter den deutschen Top Ten ist auch Regensburg mit 202 Ladepunkten. Die Millionenstadt Köln schafft es mit 159 öffentlich zugänglichen Ladepunkten auf Platz 10.

In Bayern waren laut Kraftfahrtbundesamt im Oktober rund 47 000 Plug-in-Hybride und Stromer zugelassen. Damit die Autobauer die strengen Klimavorgaben der EU einhalten können, müssen sie in den kommenden Jahren viel mehr Elektro- und Hybridautos verkaufen. Bisher werden die meisten E-Autos zuhause oder am Arbeitsplatz aufgeladen. Ein flächendeckendes Ladenetz gilt als eine Voraussetzung für den Durchbruch von E-Autos auf dem Massenmarkt.