Bayern fördert Füssener Festspielhaus mit 450.000 Euro

Mit einer jährlichen Förderung von 450.000 Euro will Bayern künftig das Festspielhaus Neuschwanstein unterstützen. «Gerade in einer Region, in der der Weg zum nächsten Theater oft weit ist, setzen wir mit der institutionellen Förderung des Festspielhauses in Füssen ein wichtiges Signal», sagte Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU) am Mittwoch. «Großes Theater ist nicht auf die Metropolen beschränkt, sondern kann sich auch in der Fläche entwickeln.»

Die Betreiber des Musicaltheaters hatten seit der Eröffnung vor fast 23 Jahren lange mit finanziellen Problemen zu kämpfen, mehrfach mussten die Manager Insolvenz anmelden. Investor Manfred Rietzler, der das Haus nach der letzten Pleite 2016 übernahm, sieht durch die staatlichen Mittel nun erstmals eine längerfristige Perspektive. Die Förderung des Freistaates sei «die existenziell wichtige Komponente, um den Betrieb langfristig zu sichern». Das Theater wird außerdem auch vom Bezirk Schwaben, dem Landkreis Ostallgäu und der Stadt Füssen finanziell gefördert.

Das Festspielhaus am Ufer des Forggensees mit Blick aus das Märchenschloss Neuschwanstein gehört nach eigenen Angaben zu den größten Musicaltheatern Europas. Auf dem Spielplan stehen zum Beispiel ein Stück über den legendären Bayern-König Ludwig II. oder das Familienstück «Die Schöne und das Biest». Der Zuschauerraum bietet bis zu 1350 Gästen Platz.