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Bayern-Geschäftsführer Pesic sorgt sich um Bindung zu Fans

München (dpa/lby) – Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sorgt sich Geschäftsführer Marko Pesic von den Basketballern des FC Bayern München um die Beziehung zu den Fans. «Dass die Bindung zwischen Fan, Partnern und dem Live-Erlebnis zu lange wegbricht, ist meiner Meinung nach ein größeres Problem», sagte der frühere Nationalspieler der «Süddeutschen Zeitung» (Donnerstag) im Interview. Zuschauer bei Sportevents sind in Bayern vorerst wieder nicht erlaubt. «Hält das noch länger an, droht sich das Verbraucherverhalten endgültig in eine bedenkliche Richtung zu verändern. Wenn man sich etwas abgewöhnt hat, ist es schwer, sich es wieder anzugewöhnen», mahnte Pesic.

Mit Blick auf die aktuellen Geisterkulissen kritisierte der 45-Jährige auch die Politik. «Wir haben Konzepte, die nachweislich funktionieren. Und ich habe noch von keinem Ausbruch in einer Basketballhalle gehört, auch nicht im Handball oder Eishockey. Wir übererfüllen die Auflagen, die Fans kamen zuletzt geimpft und zusätzlich getestet, alle diszipliniert mit Maske. Aber wenn es nun länger so weitergeht, werden einige ans Existenzlimit kommen», sagte Pesic. «Unsere Verpflichtung ist es selbstverständlich, die Voraussetzungen für sichere Veranstaltungen zu schaffen. Doch das haben wir getan! Warum hat jedoch die Politik nicht im Sommer beispielsweise ein Konzept entwickelt, dass auch Weihnachtsmärkte in so einer Situation funktionieren können? Noch mal: Die grundsätzlichen Maßnahmen kritisiere ich nicht.»

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