Geräte stehen und hängen in einem leeren Zimmer auf einer Intensivstation., © Fabian Strauch/dpa/Symbolbild

Bayern will eigenständigere Uni-Kliniken

Wie Bayerns Hochschulen sollen auch die sechs Universitätskliniken im Freistaat künftig eigenständiger agieren können. Ziel sei es unter anderem, den Transfer von Erkenntnissen der medizinischen Forschung in die Praxis der Krankenversorgung zu verbessern, sagte Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Zudem solle für Universitätskliniken die Gründung von Unternehmen und die Beteiligung an Unternehmen vereinfacht werden. Für die Forschung sollen zudem Patientendaten unter Wahrung des Datenschutzes leichter nutzbar sein.

Gerade die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie stark die Gesundheit der Bevölkerung von der schnellen Übertragung von Erkenntnissen der medizinischen Forschung in die Krankenversorgung abhänge und wie wichtig die Zusammenarbeit untereinander sowie mit weiteren Partnern sei, betonte Blume. Aus diesem Grund sei es wichtig, das Bayerische Universitätsklinikagesetz zu modernisieren.

Blume verspricht sich von der Novelle auch eine engere Kooperation der Universitätskliniken – auch mit hochschulexternen juristischen Personen des öffentlichen Rechts. Ferner sollen die Universitätskliniken in größerem Umfang als bisher selbst als Bauherren auftreten können und deutlich mehr Handlungsspielraum bei Bauprojekten erhalten.