Bayerns Exportumsätze durch Inflation im Plus

Bayerns wichtigster Industriezweig verzeichnet derzeit nur dank der Inflation bessere Auslandsgeschäfte. In der Metall- und Elektroindustrie seien die Exportumsätze in den ersten drei Quartalen nominal – also einschließlich Preiserhöhungen – um 7,5 Prozent gestiegen, teilten die Metallarbeitgeber-Verbände bayme und vbm am Montag mit. Das entspricht demnach Waren im Wert von etwa 100 Milliarden Euro. Mengenmäßig seien die Exporte aber um drei Prozent gesunken.

«Zusätzlich trübt sich die Weltkonjunktur ein, in bestimmten Märkten sinkt die Nachfrage nach Waren aus dem Freistaat bereits spürbar», sagte der Hauptgeschäftsführer beider Verbände, Bertram Brossardt. So seien von Januar bis September die Ausfuhren nach Frankreich auch wertmäßig um 5,2 Prozent gesunken, nach Italien um 6,7 Prozent und nach Österreich um 3,1 Prozent.

Ein großes wertmäßiges Plus von 26,2 Prozent gab es bei den Ausfuhren in die USA, beflügelt durch den schwachen Euro, der bayerische Produkte für US-Importeure billiger macht. Die Ausfuhren nach China als zweitgrößtem Exportmarkt legten lediglich um 2,6 Prozent zu.