Die Herstellung von Patronen wird in der Munitionsabteilung des Ruestungskonzerns Ruag kontrolliert., © Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa/Archivbild

Beretta darf Munitionshersteller Ammotec übernehmen

Das Bundeskartellamt hat die Übernahme des fränkischen Munitionsherstellers Ruag Ammotec durch die italienische Waffenfirma Beretta freigegeben. «Wir haben keine Anhaltspunkte dafür, dass für Wettbewerber der Zugang zu schadstoffarmer Munition oder ihrer Bestandteile als Folge der Fusion eingeschränkt werden könnte», sagte Behördenchef Andreas Mundt am Mittwoch in Bonn. Ammotec hat seinen Sitz im fränkischen Fürth, die Firma stellt Patronen für Jäger, Sportschützen und das Militär her. Sie gehört bislang dem Schweizer Technologiekonzern Ruag.

Die Wettbewerbshüter hatten sich mit der Frage beschäftigt, ob Ammotec nach der Übernahme durch Beretta Anreize haben könnte, die Zusammenarbeit mit Konkurrenten des italienischen Waffenfabrikanten einzuschränken oder aufzugeben. Aus Sicht des Kartellamts dürfte das aber nicht der Fall sei – es gebe «keine Anhaltspunkte für eine drohende Marktverschließung seitens Ammotec».