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Beziehungskrach an Weihnachten: Festnahmen und Verletzte

Fürth (dpa/lby) – Fünf Festnahmen, vier verletzte Polizeibeamte, an die 50 Platzverweise – das ist die Bilanz eines Beziehungsstreits am ersten Weihnachtsfeiertag im mittelfränkischen Fürth. Die Polizei war am Samstagabend wegen einer lautstarken Auseinandersetzung gerufen worden, wie die Beamten am Sonntag mitteilten. Ein 25-jähriger Mann hatte offenbar seine 27-jährige Lebensgefährtin während des Streits angegriffen und verletzt.

Als die Beamten ankamen, befanden sich rund zehn aufgebrachte Menschen vor dem Anwesen, darunter auch die 27-Jährige, die im Gesicht blutete. Ihr Lebensgefährte sei mit den Fäusten auf einen Beamten losgegangen, berichtete die Polizei. Bei dem Versuch, den Mann festzunehmen, seien die Beamten von drei weiteren Männern (23, 28 und 34 Jahre) attackiert worden.

Mit Pfefferspray und der Unterstützung weiterer Streifenbesatzungen brachte die Polizei die Situation unter Kontrolle. Die Einsatzkräfte überwältigten die vier Männer und nahmen sie fest. Nun aber sei die 27-Jährige auf die Polizisten losgegangen und habe versucht, die Festnahme ihres Freundes zu verhindern. Auch sie kam in Gewahrsam.

Die Stimmung am Einsatzort blieb auch danach aufgeheizt. Zahlreiche Umstehende und hinzukommende Anwohner hätten sich gegen die Polizei solidarisiert, erläuterten die Beamten. Insgesamt waren 18 Streifen im Einsatz. Die Beamten sprachen rund 50 Platzverweise aus.

Die fünf Festgenommenen, allem Anschein nach erheblich alkoholisiert, beruhigten sich auch in der Dienststelle nicht. Es sei zu weiteren Angriffen und Beleidigungen gegen die Beamten gekommen.

Die Beteiligten müssen mit Verfahren rechnen. Die Vorwürfe reichen von Körperverletzung über Beleidigung sowie tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte bis hin zur versuchten Gefangenenbefreiung.

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