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Biathleten verstehen Entscheidung gegen Ruhpolding-Weltcup

Berlin (dpa) – Deutschlands Biathleten haben Verständnis für die Entscheidung gegen Weltcuprennen in diesem Winter in Ruhpolding. «Ich muss realistisch und froh sein, wenn ich überhaupt Wettkämpfe laufen darf», sagte Vizeweltmeisterin Vanessa Hinz am Mittwoch bei einer Video-Pressekonferenz. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie hatte der Weltverband IBU entschieden, dass im Januar 2021 zwei Weltcups direkt hintereinander im thüringischen Oberhof, dem WM-Ort von 2023, stattfinden sollen und dafür die Rennen in Bayern gestrichen werden. Erst 2022 geht es zu Wettkämpfen wieder in die Chiemgauer Alpen.

«Es ist ein bisschen unglaublich, Ruhpolding gehört eigentlich dazu», sagte Ex-Weltmeisterin Denise Herrmann. Frauen-Bundestrainer Kristian Mehringer ergänzte: «Für uns ist es wichtig, dass wir in Deutschland überhaupt Weltcups machen können. Es sind ja beides unsere Heimstrecken. Ob es jetzt Oberhof oder Ruhpolding ist, ist mir relativ egal.» Unklar ist, wie viele Fans zwischen dem 7. und 17. Januar in Oberhof zugelassen werden. «Es wäre schön, wenn ein paar Zuschauer dabei sind. Das pusht uns schon ganz schön», sagte Hinz.

Der Weltcup-Winter der Skijäger startet Ende November in Kontiolahti. Vor dem Abschluss-Lehrgang im finnischen Muonio wollen die Frauen auch noch weitere Trainingslager in Italien und der Schweiz absolvieren. Bislang sei die Mannschaft trotz einiger neuer Vorgaben durch die Corona-Krise bestens durch den Sommer gekommen. «Vom Training hatten wir null Einschränkungen», sagte Mehringer. Hinz meinte: «Es wäre Jammern auf sehr, sehr hohem Niveau, wenn man sich beschwert, dass nur noch vier Leute in den Kraftraum durften.»