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Bienen schadet viel Schnee nicht

Schwarzach am Main (dpa/lby) – Der enorme Schnee im Süden Bayerns ist keine Gefahr für die Bienenvölker. «Das hat überhaupt gar keine negativen Auswirkungen. Die halten sich im Winter ohnehin in einer Wintertraube im Inneren der Bienenstöcke auf», sagte Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes, am Freitag in Schwarzach (Landkreis Kitzingen) der Deutschen Presse-Agentur. Für die Wintertraube rücken die Bienen ganz eng zusammen und wärmen sich so gegenseitig. «Die Traube hat etwa 35 Grad Celsius», so der Bienenexperte weiter. Das hat den Nebeneffekt, dass durch diese Wärme innen auch das Flugloch des Stocks bei Schnee nach außen offen bleibt und so ausreichend Sauerstoff hineinströmen kann.

Dass die Kästen unter der Last des Schnees zusammenbrechen könnten, glaubt Maske nicht. Dafür sei auch die Fläche der meist festen Holzkästen zu klein.

Der Schnee habe auf die Bienen sogar eine positive Auswirkung, so Maske weiter. «Das ist die Gewähr dafür, dass die Königin nicht ins Brutgeschehen geht und stattdessen eine schöne lange Winterruhe hat.» Für den Imker bedeutet das zudem, dass er die Varroamilbe gut bekämpfen kann. «Das geht nur dann, wenn keine Brut vorhanden ist.»

In Bayern gibt es etwa 35 000 Imker mit etwa 200 000 Bienenvölkern. Die Hälfte von ihnen ist im Süden des Freistaats zu finden.