© Peter Kneffel

Bis zu 50 000 Impfdosen für Mitarbeiter bayerischer Betriebe

München (dpa/lby) – Die Staatsregierung will Betriebsärzten in bayerischen Unternehmen im Rahmen von Modellprojekten bald bis zu 50 000 Impfdosen gegen das Corona-Virus zur Verfügung stellen. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sagte am Donnerstag: «Sobald alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, wollen wir möglichst noch im April mit den ersten Modellprojekten beginnen.»

Ausgewählt würden zunächst kleine und mittelständische Unternehmen sowie kleinere Standorte von Großunternehmen in den Hochinzidenzregionen. Ziel der Modellprojekte sei es, Organisation und Ablauf der Impfungen in den Betrieben zu erproben, sagte der Minister. Mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) werde gerade ein gleitendes Stufenkonzept entwickelt. Die Modellbetriebe sollten sich vor allem in stark infektionsbelasteten Regionen befinden und unterschiedliche Branchen abbilden.

Vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt sagte, über 300 Betriebe in Bayern wollten ihre Belegschaften von ihren Betriebsärzten impfen lassen. Die gemeinsame Initiative wolle alle rechtlichen und organisatorischen Maßnahmen klären, «damit an dem Zeitpunkt, an dem genug Impfstoffe vorhanden sind, sofort mit der Durchimpfung der Belegschaften begonnen werden kann».

Auch in Betrieben gelte die vom Bund festgelegte Impfreihenfolge, erklärte Holetschek. Eine Abweichung sei nur in einzelnen Modellprojekten und nur in hochbelasteten Regionen möglich. «Damit die Belegschaften der Unternehmen einen unkomplizierten Zugang zum Impfangebot erhalten, müssen dort starre Priorisierungen aufgelöst werden», forderte er.

© dpa-infocom, dpa:210415-99-221063/2