Borkenkäfersituation in der Region überschaubar, aber keine Entwarnung

Bisher ist es ruhig im Thüringer Wald, was den Borkenkäfer angeht. In den ersten drei Monaten des Jahres haben die Förster rund 80 Prozent weniger befallenes Holz gezählt als im vergangenen Jahr. Allerdings sind die Käfer noch nicht ausgeschwärmt. Es gebe jedoch Raum für vorsichtigen Optimismus, so ThüringenForst-Vorstand Gebhardt. Auch die drei großen Orkanstürme hätten nicht viel mehr Bestand vernichtet. Die stark betroffenen Fichtenwälder würden nun mit Laubbäumen aufgeforstet. Anders als in Thüringen hatten die Staatsforsten Rothenkirchen bereits im vergangenen Jahr wenig befallenes Holz. Das sei jedoch kein Zeichen für eine Entspannung der Lage. Nach einem feuchten und kühlen Frühjahr sei 2021 der Käferbefall im Juni förmlich explodiert, so Peter Hagemann von den Staatsforsten. Das Sturmwochenende Mitte Februar habe überall einzelne entwurzelte Fichten hinterlassen. Diese seien ideale Brutstätten für die Käfer.