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Bouffier hinter Laschet: «CDU hat erstes Zugriffsrecht»

Wiesbaden (dpa) – In der Hochphase des Machtkampfes um die Unions-Kanzlerkandidatur zwischen CDU-Chef Armin Laschet und dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder hat sich Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) klar hinter Laschet gestellt. «Es ist doch völlig klar, dass die große CDU – das hat Markus auch immer gesagt – das erste Zugriffsrecht hat», sagte er in einem am Donnerstag gesendeten Interview des Hessischen Rundfunks. «Und genau das haben wir gemacht.» Söder habe selbst erklärt, die CDU müsse entscheiden, wie sie das für richtig halte. «Das haben wir getan», sagte Bouffier.

«Wir haben keinen Beschluss gefasst, sondern wir haben ein Meinungsbild herbeigeführt», betonte der Ministerpräsident. «Wir haben bewusst keinen Beschluss gefasst, weil wir auch nicht der CSU gegenüber treten wollten mit einem fertigen Ergebnis, sondern wir haben unsere Meinung gesagt, so wie er es haben wollte, und daraus muss man jetzt eine gemeinsame Entscheidung machen.»

Das Ergebnis sollte respektiert werden, sagte Bouffier. «Wir waren doch nicht umnachtet, als wir einstimmig das beschlossen haben.» Eine «so wegweisende Entscheidung» habe man nicht «so nebenbei» getroffen. «Wir haben uns schon etwas dabei gedacht, wie andere auch. Und das nehme ich auch in Anspruch für uns.» Es sei eine ernsthafte Entscheidung gewesen. «Jetzt müssen wir einen Weg miteinander ausmachen, wie wir zu einem gemeinsamen Ergebnis kommen.»

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