Brose bezieht Stellung zu geplanten Investitionen: Scharfe Kritik an Stadt Coburg

Der Coburger Automobilzulieferer Brose übt scharfe Kritik an der Stadt Coburg. In einer Stellungnahme listet der Leiter der Zentralen Werksplanung, Holger Schmidt eine ganze Reihe von Vorwürfen auf. Im Hinblick auf den Brose Masterplan am Standort Coburg, seien die Verhandlungen mit der Stadtverwaltung nur von seiner Abteilung geführt worden. Michael Stoschek sei zwar Vorsitzender des Gremiums, verfüge aber nur noch über zehn Prozent der Stimmrechte. Ihn für alle Aktivitäten der Firma Brose verantwortlich zu machen und ihn in ein schlechtes Licht zu stellen, fände er beschämend. Schmidt kritisiert außerdem, dass trotz der Vorstellung des Masterplanes und dem Beginn der Planungen, keine Reaktion der Stadtverwaltung gekommen sei. Mit Blick auf die geplanten Investitionen in Bamberg statt in Coburg schreibt Schmidt: In Coburg werde permanent von Problemen gesprochen, während in Bamberg von Lösungen die Rede sei. Die grundsätzliche Einstellung zur Wirtschaft habe die Stadt bereits in der ersten Stadtratssitzung gezeigt, als der seit Jahrzehnten geplante und beschlossenen Ausbau der Bundesstraße 4 gestoppt wurde, so Schmidt. Damit gebe es nicht einmal bei langfristigen Infrastrukturmaßnahmen eine verlässliche Coburger Stadtpolitik.