Eine Rauchschwalbe., © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Bürger in der Rhön: Brutplätze von Schwalbe und Co. melden

Die Bürger im hessischen, bayerischen und thüringischen Teil der Rhön sind zur Mitarbeit an einem länderübergreifenden Vogelschutzprojekt eingeladen. Gesucht werden die Brutplätze von Mehl- und Rauchschwalben sowie Mauerseglern, teilte die Verwaltungsstelle des Unesco-Biosphärenreservats Rhön am Montag in Hilders mit. Zwar stünden die Vogelarten und auch ihre Nistplätze an Gebäuden unter besonderem Schutz. Klimawandel, Insektensterben sowie Renovierungsarbeiten an Gebäuden sorgten aber dafür, dass «Wohnungsnot» und Nahrungsmangel ihnen zunehmend zu schaffen machten.

Durch die zunehmende Versiegelung von Flächen fehle immer häufiger Nistmaterial für den Bau der Nester. Da sich alle drei Arten ausschließlich von Fluginsekten ernährten, seien sie zusätzlich vom Insektensterben bedroht. Dies werde durch den Klimawandel noch verschlimmert, weil durch ihn ein Teil der Fluginsekten bereits aktiv werde, bevor die Zugvögel überhaupt aus Afrika zurück sind. Der Bestand der Arten sei so in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen, und Rauchschwalbe und Mehlschwalbe würden auf der bundesweiten Roten Liste bereits als «gefährdet» eingestuft.

Um eine Übersicht über die Brutplätze der drei Vogelarten in der Rhön zu bekommen, seien die Bürger in dem Dreiländereck aufgerufen, Beobachtungen an die bayerische Verwaltung des Biosphärenreservats zu melden. Wer entsprechende Beobachtungen macht, kann diese bis 30. Juni mit möglichst genauen Angaben zu Fundort, Anzahl der Vögel sowie Infos zum Brutnachweis – wenn möglich mit Foto vom Nest – an die Verwaltungsstelle senden oder alternativ über die Plattform «Ornitho» melden. Alle Beobachten im Rahmen des Projekts würden nur zum Zwecke der Erhebung der Artenverteilung gesammelt und anonymisiert ausgewertet, hieß es.