© Stephan Schulz

Bund finanziert zahlreiche Drohnen zur Rehkitzrettung

Berlin (dpa/lby) – Zahlreiche Vereine in Bayern haben vom Bund Geld für Drohnen zur Rettung von Rehkitzen in der Erntesaison bekommen. Wie das Bundesagrarministerium am Freitag mitteilte, waren bei einem Förderprogramm von bundesweit 684 Anträgen 160 aus Bayern genehmigt worden. Pro Verein hatte das Ministerium bis zu zwei Drohnen mit Wärmebildkameras bezuschusst.

Rehkitze verstecken sich oftmals beispielsweise im hohen Gras und flüchten nicht vor den sich nähernden Mähdreschern. Dadurch werden Jungtiere immer wieder verstümmelt oder getötet. Vor dem Einsatz der Landmaschinen werden daher seit einigen Jahren die Felder und Wiesen möglichst mit Hilfe von Drohnen abgesucht, um die Kitze zu entdecken.

Das Landwirtschaftsministerium hatte Vereinen aus den Bereichen Jagd, Tier- oder Landschaftsschutz angeboten, die Anschaffung von Drohnen mitzufinanzieren. Wegen der großen Zahl von Anträgen wurde der bundesweite Topf von drei auf 3,7 Millionen Euro aufgestockt.

Insgesamt wird nun die Anschaffung von fast 1000 Drohnen in Deutschland unterstützt. Ein Fünftel davon sei bereits in diesem Jahr in der Mahdsaison eingesetzt worden, teilte das Ministerium mit. Etwa 6000 Rehkitze hätten so gerettet werden können.

© dpa-infocom, dpa:211112-99-975925/2