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«Ein Prosit der Gemütlichkeit»: Wiesn-Hit von Chemnitzer

Chemnitz (dpa) – Das Lied ist in aller Munde, sein Verfasser hingegen weitgehend unbekannt: Die Biertrinker-Hymne «Ein Prosit der Gemütlichkeit» stammt aus der Feder von Bernhard Dietrich aus Chemnitz. Der Sohn eines Kneipiers machte sich insbesondere in seiner Heimatstadt einen Namen als Komponist, Chorleiter und Sänger.

Der Vater von sechs Töchtern war unter anderem Mitbegründer des Theodor Schneider’schen Männergesangverein und dessen langjähriger Dirigent. Darüber hinaus sang er in dem nach ihm benannten Doppel-Quartett «B.D.». Dieses würdigte Dietrich in der Traueranzeige nach dessen Tod im Alter von 62 Jahren als Mann mit «edlen Charaktereigenschaften», dessen Andenken «in seinen köstlichen Liedergaben» fortleben wird.

Bernhard Dietrich wurde am 19. August 1840 in Chemnitz geboren. Bis zu seinem Tod am 23. Oktober 1902 arbeitete er fast 40 Jahre lang als kaufmännischer Angestellter und Buchhalter bei einer Textilfirma. Sein Lied vom Prosit der Gemütlichkeit kam wahrscheinlich durch den Nürnberger Wirt Georg Lang (1866-1904) aufs Oktoberfest und wurde dort zum Wiesn-Dauerhit.