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CSU-Landesgruppe diskutiert über Inflation und Niedrigzins

Berlin (dpa) – Die CSU-Landesgruppe im Bundestag will bei ihrer traditionellen Klausur Anfang Januar einen Schwerpunkt auf die Finanz- und Wirtschaftspolitik legen. Nach einem Bericht des «Münchner Merkur» (Mittwoch) wollen die 45 Abgeordneten unter anderem über die hohe Inflationsrate und die Niedrigzinspolitik sprechen. Dazu habe Landesgruppenchef Alexander Dobrindt den früheren Ifo-Präsidenten Hans-Werner Sinn eingeladen, außerdem Isabel Schnabel aus dem Direktorium der Europäischen Zentralbank.

Nach dem Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur bestätigt wurde, werden zu der Klausur in der kommenden Woche auch die Vorstandsvorsitzenden von BMW und Eon, Oliver Zipse und Leonhard Birnbaum, erwartet. Mit ihnen wollen die Abgeordneten über Globalisierung, Digitalisierung und Klimaschutz reden. Für den außenpolitischen Teil sei der Oppositionsführer und konservative Parteichef in Spanien, Pablo Casado, eingeladen worden. Aus Nordrhein-Westfalen werde zudem Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) erwartet.

Dobrindt sagte der Zeitung, Deutschland brauche «einen Aufbruch, der aus der Mitte der Gesellschaft getragen sein muss, mit wirtschaftlicher Stärke, stabilen Finanzen, sozialer Verantwortung und Respekt vor der Leistung eines jeden Einzelnen». Diesen Respekt lasse die Ampel-Koalition an vielen Stellen vermissen.

Normalerweise trifft sich die Gruppe der CSU-Abgeordneten im Bundestag Anfang des Jahres im bayerischen Kloster Seeon. Wegen der Corona-Pandemie findet die Klausur aber – wie schon im vergangenen Jahr – erneut in Berlin statt.

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