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Bahn investiert 1,6 Milliarden in Schienen und Bahnhöfe

München (dpa/lby) – Die Deutsche Bahn verbaut heuer 1,6 Milliarden Euro im Freistaat – und will dabei die Auswirkungen auf die Passagiere so gering halten wie möglich. «Bauen ist Teil der Lösung», betonte der Bahn-Chef für Bayern, Klaus-Dieter Josel, am Donnerstag in München. «Wenn wir nicht investieren würden und wenn wir nicht bauen würden, käme es mittelfristig zu einem Stillstand im Bahnknoten München, aber auch im Rest von Bayern.»

Auch 2019 sollen deshalb Schienen modernisiert, Bahnhöfe barrierefrei gemacht oder Strecken neu beziehungsweise ausgebaut werden. Hintergrund ist, dass die Fahrgastzahlen beständig steigen, das System aber schon jetzt an Grenzen kommt. «Für die notwendigen Kapazitäten, für die notwendigen Qualitäten brauchen wir mehr Infrastruktur», erläuterte Josel.

Fünf große Maßnahmen stechen besonders hervor: So geht es in München bei der zweiten Stammstrecke heuer richtig los. Dem Hauptbahnhof, den täglich rund 400 000 Reisende nutzen, stehen massive Umbaumaßnahmen bevor. Zudem werden einige Stationen der ersten Stammstrecke, auf der derzeit sämtliche S-Bahn-Linien durch die Münchner Innenstadt fahren, modernisiert und die Strecke selbst instand gehalten. Dazu sind an sechs Wochenenden Vollsperrungen sowie mehrere Nachtsperrungen nötig.

Auf der Strecke Nürnberg – Erfurt wird das Stück zwischen Forchheim und Breitengüßbach viergleisig ausgebaut. In Schwaben werden die Allgäubahn und der Bahnknoten Lindau elektrifiziert, darüber hinaus bekommt die Strecke Augsburg – Donauwörth – Treuchtlingen neue Gleise, Weichen und Brücken sowie ein digitales Stellwerk. Auch die Strecke München – Rosenheim – Salzburg erhält neue Gleise, Brücken und Oberleitungen.

Im Rahmen des größten Infrastrukturprogramms der Bahn-Geschichte wurden in Bayern seit 2015 bereits mehr als 1100 Kilometer Schiene modernisiert. Die Störungen haben seither durch ein verbessertes Baustellenmanagement signifikant abgenommen.