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Deutsche Eishockey Liga startet im Dezember

Düsseldorf (dpa/lby) – Der EHC Red Bull München, die Nürnberg Ice Tigers & Co. legen wieder los. Nach mehr als neunmonatiger Zwangspause startet die Deutsche Eishockey Liga (DEL) eine Woche vor Heiligabend doch noch in eine neue Spielzeit. Darauf einigten sich die 14 Clubs am Donnerstag, nachdem sie den Saisonstart wegen der Corona-Krise zuvor bereits zweimal verschoben hatten.

«Noch vor wenigen Wochen sah es nicht danach aus, dass es alle Clubs schaffen. Unser Ziel war immer, dass wir möglichst mit 14 Clubs starten wollen. Das ist uns gelungen», sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf.

Als Starttermin legte die Liga den 17. Dezember fest. Alle 14 Erstligisten werden teilnehmen. «Wir sind mehr als glücklich, dass es jetzt einen Zielpunkt gibt, auf den wir hinsteuern können. Unser Ziel ist immer das gleiche: Wir wollen am Ende den Titel holen», sagte Coach Don Jackson vom dreimaligen Meister aus München.

Dass die DEL nach monatelanger Unsicherheit und vielen Zweifeln doch noch vor Weihnachten zurückkehrt, hatte sich in den vergangenen Tagen abgezeichnet. Die Liga wird ihren Meister 2021 nun in einem ungewohnten Modus mit einer Gruppeneinteilung in Nord und Süd küren.

In der Gruppe Süd spielen die Augsburger Panther, Adler Mannheim, Nürnberg Ice Tigers, Straubing Tigers, Schwenninger Wild Wings sowie der ERC Ingolstadt und EHC Red Bull München. Zur Gruppe Nord gehören die Eisbären Berlin, Fischtown Pinguins Bremerhaven, Düsseldorfer EG, Kölner Haie, Iserlohn Roosters, Krefeld Pinguine und Grizzlys Wolfsburg.

Anstatt 52 Hauptrundenspiele gibt es in diesem Winter nur 38, gespielt werden soll an mehreren Wochentagen. Auch Playoffs sind geplant. Auf einen Absteiger, den es ursprünglich erstmals in der kommenden Saison wieder geben sollte, wird verzichtet.

In der vergangenen Saison war die Titel-Entscheidung ausgefallen. Am 10. März hatte die DEL als erste deutsche Profiliga die Spielzeit vor den Playoffs vorzeitig aufgrund der Corona-Krise abgebrochen. Der ursprünglich für den 18. September angesetzte Start der Saison 2020/21 konnte ebenso nicht gehalten werden wie dann ein erhoffter Auftakt Mitte November.

Weil die Clubs sehr stark von den Zuschauereinnahmen abhängen, sah sich die DEL lange nicht imstande zu starten – anders als etwa die Handball- und die Basketball-Bundesliga. Mit dem Vorbereitungsturnier, das vor einer guten Woche begonnen hat, hatte die DEL immerhin schon ein Lebenszeichen gesendet.

Auf die Teilnahme am Testturnier verzichteten allerdings sechs Teams aus finanziellen Gründen. Beim Saisonstart im Dezember werden aber auch sie dabei sein. «Die Freude ist riesig, dass es jetzt endlich wieder losgeht», sagte Ingolstadts Geschäftsführer Claus Liedy, «und auch alle 14 Teams die Saison bestreiten werden.»