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Deutscher Lehrerpreis an bayerische Pädagogen

Berlin (dpa) – Ein Lehrerteam aus zwei bayerischen Bezirken ist bei der Verleihung des Deutschen Lehrerpreises für innovativen Unterricht ausgezeichnet worden. Der Hauptpreis ging am Montag in Berlin an Pädagogen aus Neu-Ulm in Schwaben und aus Neunburg vorm Wald im Kreis Schwandorf in der Oberpfalz. Obwohl die beiden Schulen rund 280 Kilometer voneinander entfernt sind, haben sieben Lehrer gemeinsam einen Kurs im Fach Mathematik für Fünftklässler entwickelt.

Bei der Initiative wurde der Unterricht im Klassenzimmer begleitet von einem «Flipped Classroom», in dem die Lerninhalte in einem Online-Forum zusammengetragen und von den Schülern selbst zuhause bearbeitet werden können. In Zukunft soll das Konzept ausgeweitet werden. «Im nächsten Jahr werden dann voraussichtlich 16 Lehrer aus fünf Schulen am Kurs für die 7. Klassen arbeiten», berichteten die Organisatoren des Deutschen Lehrerpreises. Das Projekt der Inge-Aicher-Scholl Realschule Neu-Ulm-Pfuhl und der Gregor-von-Scherr-Schule Neunburg war im Sommer schon mit dem bayerischen Schulinnovationspreis für beispielhafte Nutzung digitaler Medien ausgezeichnet worden.

Zwei Lehrerinnen des Oskar-Maria-Graf-Gymnasiums in Neufahrn bei Freising errangen bei der Verleihung des Deutschen Lehrerpreises 2019 zudem den dritten Preis in der Kategorie «Unterricht innovativ». Sie setzen im Englisch- und Französischunterricht besonders intensiv Tablets ein, damit die Kinder auf die digitale Arbeitswelt vorbereitet werden.

In der zweiten Kategorie des Lehrerpreises «Schüler/innen zeichnen Lehrer/innen aus» gingen Preise an insgesamt 16 Pädagogen aus mehreren Bundesländern, Bayern war heuer hier nicht vertreten. Etwa 5400 Schüler hatten Vorschläge eingereicht.