Angela Bassett als Ramonda in einer Szene des Films «Black Panther: Wakanda Forever»., © -/Marvel Studios/dpa

Die Filmstarts der Woche

Frauenpower in «Black Panther: Wakanda Forever»

Nach dem Tod von «Black Panther»-Star Chadwick Boseman geht die Geschichte ohne den von ihm gespielten afrikanischen König und Superhelden T’Challa weiter, aber nicht ohne Black Panther. Regisseur und Drehbuchautor Ryan Coogler hat aus der Not eine Tugend gemacht und rückt in «Black Panther: Wakanda Forever» die starken Frauen in den Vordergrund.

Letitia Wright, Angela Bassett, Danai Gurira und Lupita Nyong’o sind die Stars in der Fortsetzung. Im 30. Film aus dem Marvel Cinematic Universe wird Wakanda von Namor bedroht, dem Herrscher des geheimnisvollen Unterwasserreichs Talocan. Bei aller Trauer um den Verlust T’Challas müssen Prinzessin Shura, Königin Ramonda und Co. sich für einen Krieg gegen die mächtigen Talocaner wappnen.

Black Panther, USA 2022, 161 Min., FSK 12, von Ryan Coogler, mit Letitia Wright, Angela Bassett, Danai Gurira, Lupita Nyong’o

Anti-Terror-Drama: «Meinen Hass bekommt ihr nicht»

Berlin (dpa) – November 2015: Terroranschläge wie der auf den Konzertsaal Bataclan erschüttern Paris. Antoine (Pierre Deladonchamps) verliert seine Frau, die Mutter des kleinen Sohnes. Im Internet schreibt er den Mördern «Meinen Hass bekommt ihr nicht». Dafür erhält er Zuspruch aus aller Welt. Aber Verzweiflung bedrängt ihn. Wie soll er weiterleben? Die Verfilmung des auf Tatsachen beruhenden Bestsellers vom Franzosen Antoine Leiris verzichtet auf Action und Thrill. Regisseur Kilian Riedhof («Sein letztes Rennen») setzt auf ehrliche Gefühle und erreicht damit eine fesselnde Spannung.

Meinen Hass bekommt ihr nicht, Deutschland/ Frankreich/ Belgien 2022, 103 Min., FSK ab 12, von Kilian Riedhof, mit Pierre Deladonchamps, Zoé Iorio, Camelia Jordana

Cronenbergs neue Film-Dystopie mit Léa Seydoux

Berlin (dpa) – Viggo Mortensen, Léa Seydoux und Kristen Stewart sind die Stars dieses neuen Body-Horrorfilms von David Cronenberg. In einem düsteren Zukunftsszenario können nur noch wenige Menschen Schmerzen empfinden. Einige haben hingegen neue Organe mit bislang unbekannten Fähigkeiten entwickelt. So zum Beispiel Saul Tenser (Mortensen), der aus seinen mutierten Organen Kunst macht. In Performances operiert seine Partnerin Caprice (Seydoux) diese Organe vor Publikum heraus. Das weckt die Aufmerksamkeit der staatlichen Organ-Registrierungsbehörde. Unterdessen verfolgt auch eine mysteriöse Untergrundorganisation die Aktionen von Tenser und Caprice. Langsam stellt sich heraus: Hinter den rätselhaften Mutationen steckt etwas viel Größeres. «Crimes of the Future» ist ein sinnlicher und morbider Film, der unheimliche Gerätschaften, Wunden und mutierte Organe in Szene setzt.

Crimes of the Future, Großbritannien 2022, 108 Minuten, FSK ab 16, von David Cronenberg, mit Léa Seydoux, Kristen Stewart, Viggo Mortensen, Scott Speedman

«Mrs. Harris und ein Kleid von Dior» – Reise in die Vergangenheit

Berlin (dpa) – Wer ein Fan französischer Haute-Couture-Kleidung ist und sich gerne wieder mal berieseln lassen will, bekommt mit der altmodischen Komödie «Mrs. Harris und ein Kleid von Dior» die Chance. Ada Harris (Lesley Manville) lebt im London der 50er Jahre, ist verwitwet und hält sich als Haushaltshilfe über Wasser. Obwohl ihre Lebensumstände nicht ganz einfach sind, bezirzt sie ihre Umgebung mit ihrer positiven Ausstrahlung. Im Haus einer ihrer Arbeitgeberinnen entdeckt sie eines Tages ein lila funkelndes, atemberaubendes Kleid von Dior. Und das ist sozusagen Liebe auf den ersten Blick: Harris ist überzeugt, dass sie auch ein solches Kleidungsstück braucht. Dafür setzt sie alles in Bewegung.

Mrs. Harris und ein Kleid von Dior, Großbritannien/Ungarn 2022, 115 Minuten, von Anthony Fabian, mit Lesley Manville, Isabelle Huppert, Jason Isaacs, Rose Williams