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Diebstahlsreport: In Bayern werden weniger Autos geklaut

München (dpa/lby) – In Bayern geht die Zahl der Autodiebstähle weiter zurück. Das geht aus aktuellen Zahlen des Kfz-Diebstahlreports hervor, den der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin am Donnerstag vorgestellt hat. 2019 wurden demnach im Freistaat rund 560 kaskoversicherte Fahrzeuge geklaut, 13 Prozent weniger als 2018. Auch der wirtschaftliche Schaden fiel mit rund neun Millionen Euro deutlich niedriger aus. 2018 waren es noch mehr als 14,3 Millionen Euro, 2017 sogar rund 16,7 Millionen Euro.

Bayern zähle damit neben Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu den sichersten Bundesländern, heißt es in dem Bericht. Laut Statistik kommen im Freistaat auf 1000 kaskoversicherte Autos nur 0,1 Diebstähle, im Bundesdurchschnitt liegt die Quote bei 0,4.

Die meisten Autos kamen 2019 im bayernweiten Vergleich in Oberbayern weg – 139 Diebstähle wurden hier gemeldet, davon 99 in München. In Schwaben waren es 71 Fälle, in Oberfranken und Unterfranken je 50, gefolgt von Mittelfranken (46) und der Oberpfalz (42). Die wenigsten Diebstähle – nämlich 27 – gab es in Niederbayern. Aus Nürnberg wurden 36 Diebstähle gemeldet.

Gesunken ist in Bayern auch der Wert des Diebesgutes. Im Durchschnitt hätten die Kfz-Versicherer pro Auto knapp 16 100 Euro bezahlt, 30 Prozent weniger als im Jahr zuvor. «Diebe stehlen weniger und günstigere Autos», resümierte der Verband. Bayernweit das meiste Geld gab es für Autofahrer in der Oberpfalz – sie bekamen durchschnittlich 23 858 Euro, während es in Schwaben nur rund 11 500 Euro waren.

Bundesweit wurden im vergangenen Jahr 14 229 kaskoversicherte Autos gestohlen, fünf Prozent weniger als 2018. Der Schaden lag bei fast 280 Millionen Euro. Im GDV mit Sitz in Berlin sind rund 460 private Versicherer zusammengeschlossen.