© Andreas Gebert

Digitalministerin will Impulse beim Klimaschutz setzen

Aschaffenburg (dpa/lby) – Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) kommt das Thema Digitalisierung beim Klimapaket des Bundes zu kurz. «Es müssen mehr Impulse aus den Ländern kommen», sagte sie dem «Main-Echo» (Aschaffenburg/Freitag). «Wir müssen jetzt auch in technische Möglichkeiten investieren, die mehr Klimaschutz gewährleisten und helfen, uns auf den Klimawandel einzustellen.»

Beispielsweise würden Methoden erforscht, wie sich mit Hilfe von Satelliten zuverlässigere Klimavorhersagen treffen lassen. «Davon können wiederum die Winzer in Unterfranken profitieren, indem sie Düngung, Bewässerung und Schnitt der Reben darauf abstimmen», erklärte Gerlach. «Es gibt so viele Chancen. Wir müssen allerdings die Forschung stärken und eine Verknüpfung herstellen zwischen dem, was erforscht wird und dem, was die Wirtschaft braucht.»

Weiter sagte die Ministerin, intelligente digitale Lösungen seien eine Brücke zwischen Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. «Natürlich macht die Digitalisierung auch an manchen Stellen einen hohen Energieeinsatz erforderlich», räumte sie ein. «Auf der anderen Seite ist die Digitalisierung ein wuchtiger Hebel, um dem Klimawandel zu begegnen. Deshalb brauchen wir digitale Innovationen, Technologien und Prozesse, die nachhaltig und ressourcenschonend sind.»

Ihren Kindern würde die 33-Jährige übrigens die Teilnahme an den Fridays-for-Future-Demos während der Schulzeit verbieten, sagte sie. «Es gibt so viele Möglichkeiten außerhalb der Schulzeit, sich zu Wort zu melden. Ich würde ihnen empfehlen, politisch aktiv zu werden und sich innerhalb von Parteien stark zu machen.»