Menschen sitzen auf einem Maibaum, der von einem Traktor gezogen wird., © Armin Weigel/dpa

Dorfplätze bekommen neue Maibäume

Erstmals nach zweijähriger Corona-Pause werden in vielen bayerischen Orten wieder neue Maibäume aufgestellt. Traditionell feiern die Einheimischen das mit Blasmusik sowie reichlich Essen und Trinken. Mancherorts endet das Fest mit einem Tanz in den Mai.

Seit 2020 waren die Dorfplätze oft leer geblieben. Zum traditionsgerechten Aufstellen mit Muskelkraft sind an die 50 Helfer oder mehr nötig – das war in Zeiten von Kontaktbeschränkungen und hohem Ansteckungsrisiko keine Option.

Zum Aufrichten schieben die Helfer den mir Girlanden geschmückten Stamm auf gekreuzten Stangen Zentimeter für Zentimeter von der horizontalen in die vertikale Lage, wo er dann fest verankert wird. In der Regel stehen die Bäume etwa drei bis fünf Jahre. Danach könnten sie nicht mehr sicher sein, auch am Maibaum nagt der Zahn der Zeit.

In einigen Orten hievte in der Corona-Zeit ein Kran neue Bäume nach oben. Diese Methode wird auch aus Sicherheitsgründen inzwischen jenseits der Pandemie häufiger angewendet.

Nun packen vielerorts die Heimat- und Burschenvereine aber auch wieder selbst an. Im Starnberger Ortsteil Perchting soll der Baum beispielsweise heute aufgerichtet werden.