Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel (r) bespricht sich mit seinem Verteidiger Thomas Rothaug., © Heiko Becker/dpa

Dotzel noch nicht rechtskräftig freigesprochen

Die Beleidigungsvorwürfe gegen Unterfrankens Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel (CSU) beschäftigen nach wie vor die Justiz. Die Staatsanwaltschaft möchte ihn weiterhin verurteilt sehen und hat gegen einen vergangene Woche erfolgten Freispruch Berufung eingelegt, wie ein Sprecher des Amtsgericht in Obernburg am Main (Landkreis Miltenberg) am Freitag auf Anfrage mitteilte. Die Staatsanwaltschaft wirft Dotzel vor, im vergangenen September in einem Gruppen-Chat des CSU-Ortsverbandes Wörth am Main einen Parteifreund als «rechte Laus» bezeichnet zu haben. Über die Berufung muss nun das Landgericht Aschaffenburg entscheiden.

Auch zivilrechtlich muss sich Dotzel weiter verantworten. In einem Zivilprozess hat das Landgericht Aschaffenburg ihn im Juli verurteilt, 750 Euro Entschädigung an das mutmaßliche Opfer zu zahlen. Beide Seiten haben allerdings Berufung eingelegt. Nun muss sich das Oberlandesgericht Bamberg mit dem Fall befassen.