Druckverlust in Kabine von Corendon-Maschine

In der Kabine einer vollbesetzten Boeing 737-800 der türkischen Fluggesellschaft Corendon ist es am Sonntag auf dem Flug von Nürnberg nach Palma de Mallorca zu einem Druckverlust in der Kabine gekommen. Die Cockpit-Crew habe den Druckabfall bemerkt und habe die Flughöhe reduziert, sagte ein Sprecher von Corendon am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Maschine habe den nächsten Flughafen im schweizerischen Basel angeflogen.

Wegen des im Vergleich zum Normalbetrieb schnelleren Sinkflugs hätten mehrere der 188 Passagiere über Ohrenschmerzen geklagt, sagte der Sprecher. Der Flughafen Basel habe bereits vorsorglich medizinische Teams zur Erstversorgung bereitgehalten. Nach Angaben des Flughafens hatten 37 Passagiere Tinnitus- oder Trommelfellbeschwerden.

Der Großteil der Fluggäste sei aber am Abend mit einer von Corendon bereitgestellten Ersatzmaschine weiter nach Mallorca geflogen. Einige hätten dagegen von dem Angebot Abstand genommen, sagte der Sprecher, ohne eine genaue Zahl zu nennen.

Obwohl der Druckabfall, der Sinkflug und das Herausfallen von Sauerstoffmasken aus der Kabinenverkleidung einen Schreckmoment für viele Passagiere bedeutet habe, habe es sich um einen Vorgang gehandelt, der mit routinemäßigem Vorgehen für die Crew beherrschbar gewesen sei. Die genaue Ursache für den Druckverlust war zunächst nicht bekannt.