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Durchsuchung beim Jagdverband wegen Untreue-Vorwürfen

Feldkirchen/München (dpa/lby) – Nach einer Anzeige gegen den Präsidenten des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) wegen Veruntreuung von Verbandsgeldern haben Ermittler Akten beschlagnahmt. Die Staatsanwaltschaft München I bestätigte am Dienstag, die BJV-Geschäftsstelle in Feldkirchen (Landkreis München) am Montag durchsucht zu haben. Inzwischen werde auch gegen den ehemaligen Schatzmeister des Verbandes wegen Untreue ermittelt.

Laut Verband wurden mehrere Akten und digitale Dateien gesichtet und mitgenommen. Die Aktion habe sich nicht gegen den Verband, sondern nur gegen die beiden Funktionsträger gerichtet, sagte ein Sprecher. Persönlich wollten Präsident und ehemaliger Schatzmeister sich nicht äußern. Über die Durchsuchung hatten mehrere Medien zuvor berichtet.

BJV-Präsident Jürgen Vocke war kürzlich von einem BJV-Mitglied wegen Untreue und Unterschlagung angezeigt worden. Laut Staatsanwaltschaft geht es um private Auslagen, den Dienstwagen und die Beschäftigung seiner Tochter bei einem mit dem BJV verbundenen Unternehmen. Der 76-jährige Vocke ist seit 25 Jahren BJV-Präsident und saß zehn Jahre lang für die CSU im Landtag. Am 26. Oktober will der Verband zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im oberbayerischen Schrobenhausen zusammenkommen. Bisher ist geplant, dass sie unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet.