Münchens Cheftrainer Don Jackson an der Seitenlinie., © Kolbert-Press/Gamel/dpa

EHC braucht Champions-League-Wunder: «Werden nicht aufgeben»

Der EHC Red Bull München braucht nach einem phasenweise «peinlichen» Auftritt in der Champions League ein kleines Eishockey-Wunder, um den Traum vom ersten Titel in der Königsklasse am Leben zu halten. «Ich schäme mich ein wenig für unsere Antwort auf den Rückstand im ersten Drittel. Sie sind in unsere Zone eingedrungen und keiner von unseren Spielern hat etwas dagegen unternommen», bemängelte EHC-Coach Don Jackson nach dem bitteren 1:5 im Achtelfinal-Hinspiel gegen den Schweizer Top-Club EV Zug. Der Münchner Champions-League-Finalist von 2019 hatte bereits nach 14 Minuten mit 0:3 zurückgelegen.

Der Tabellenführer der Deutschen Eishockey Liga erlebte am Dienstag einen Abend zum Vergessen. Praktisch ohne Gegenwehr ließ die Mannschaft von Nationaltorwart Mathias Niederberger, die in dieser Saison den Titel als klares Ziel ausgegeben hatte, ihren Gegner davonziehen. Statt einer Münchner Aufholjagd sahen 4283 Zuschauer, wie die Schweizer ihren Sturmlauf im zweiten Drittel fortsetzten und auf 5:0 vorpreschten. Der Ehrentreffer von Filip Varejcka war nichts mehr als Ergebniskorrektur. «Wir werden nicht aufgeben, sondern versuchen, das Resultat umzubiegen», sagte der Stürmer voller Hoffnung. 

Das Finale findet am 18. Februar statt – wahrscheinlich ohne deutsche Beteiligung, denn Straubing steht nach einem 0:4 in Göteborg ebenso vor dem Aus wie die Grizzlys Wolfsburg nach dem zumindest knappen 2:3 gegen Luleå HF (Schweden). «Wir müssen zurückschlagen. Wir müssen einfach besser sein», forderte Jackson von seinem Münchner Team. Das Achtelfinal-Rückspiel des EHC steigt am kommenden Mittwoch, Wolfsburg und Straubing sind bereits am Dienstag gefordert.