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Entgleister Güterzug: Vergessener Keil war Unfallursache

München (dpa/lby) – Ein Sicherheitskeil hat den Güterzugunfall mit Millionenschaden in München verursacht. Im Falle des Unglücks in der Nacht zu Samstag seien die Keile nicht entfernt und daher beim Anfahren mitgeschleift worden, teilte die Bundespolizei am Mittwoch mit. Einer habe sich dann verkantet und zum Entgleisen des Zugs geführt. Der Schaden werde auf vier Millionen Euro geschätzt, so die Bundespolizei. Die Sicherheitskeile, sogenannte Hemmschuhe, verhindern das Wegrollen eines abgestellten Zuges.

Unterdessen fahren wieder Züge auf der betroffenen Strecke zwischen München-Riem und Markt Schwaben – allerdings nur auf einem Gleis, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Der Bahnverkehr in München und Umgebung war am Mittwoch dementsprechend eingeschränkt: Die S-Bahnlinie 2 fuhr statt alle 20 Minuten nur ein- bis zweimal die Stunde. Die ebenfalls betroffene Südostbayernbahn verkehrt zunächst nur einige Male am Tag.

Der Güterzug war in der Nacht zu Samstag nahe dem Umschlagbahnhof München-Riem von den Gleisen gesprungen. Es entstand ein massiver Schaden, vier Tage lang ging auf der Strecke im Münchner Osten gar nichts. Die Deutsche Bahn prognostizierte am Mittwoch, dass es eine weitere Woche dauere, bis wieder mehrere Gleise befahrbar sind.