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Erhöhte Corona-Zahlen im Landkreis Dingolfing-Landau

Dingolfing (dpa/lby) – Im Landkreis Dingolfing-Landau gibt es erneut einen Anstieg an Corona-Infektionen. Aktuell habe der Landkreis 71 laufende Corona-Fälle, teilte das Landratsamt am Mittwochabend mit. «Wir bleiben nach der aktuellen Statistik des RKI zwar knapp unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50, sind aber der Flächenlandkreis mit den höchsten Werten in ganz Bayern», sagte Landrat Werner Bumeder. Das Landesamt für Gesundheit (LGL) hatte am Vormittag noch den Wert 45 gemeldet.

Nachdem alle positiv getesteten Menschen und deren Kontaktpersonen über die Quarantänemaßnahmen informiert worden seien, und damit gewährleistet werden könne, dass betroffene Kinder nicht zur Schule gingen, nahm das Landratsamt die Vorsichtsmaßnahmen für Grundschulen und Kitas mit sofortiger Wirkung zurück. Wegen der gestiegenen Infektionszahlen galt in dem niederbayerischen Landkreis seit Mittwoch Maskenpflicht an sämtlichen Schulen. Landrat Bumeder appellierte dennoch an die Bevölkerung, Hygiene- und Schutzmaßnahmen einzuhalten und Kontakte auf ein notwendiges Maß zu reduzieren.

Den Angaben nach hatte es unter den Mitarbeitern eines Logistikdienstleisters zuletzt mehrere Infektionen gegeben, woraufhin eine Reihentestung durchgeführt worden ist. Hierbei seien 38 weitere Infektionen festgestellt worden, sagte der Behördensprecher.

Die Testung fand auf dem BMW-Werksgelände statt, auf dem auch der Logistikdienstleister angesiedelt ist. Mehrere Hundert Mitarbeiter – vor allem des Dienstleisters, aber auch des Autobauers und weiterer Dienstleister – hätten sich testen lassen, sagte ein BMW-Sprecher. Die betroffenen Personen seien in Quarantäne. Der Betrieb laufe weiter.

Unklar sei, wo die Quelle der Infektionen liege, sagte der Sprecher. Das werde geprüft. Jedoch gebe es keine Anhaltspunkte dafür, dass es Infektionen am Arbeitsplatz gegeben habe. Am BMW-Standort Dingolfing sind nach Unternehmensangaben rund 18 000 Menschen beschäftigt.

Ein Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof und in einer Konservenfabrik in der Gemeinde Mamming mit rund 250 Corona-Infektionen bei Erntehelfern hatte den Landkreis Dingolfing-Landau im Sommer zum bundesweiten Corona-Hotspot gemacht.