Erhöhte Radon-Werte im Dienstgebäude: Grenzpolizei zieht um

Wegen erhöhter Radon-Werte in ihrem Dienstgebäude muss die Grenzpolizei Selb (Landkreis Wunsiedel) zeitweise ins benachbarte Schirnding umziehen. Eine akute Gefahr für die Beamten habe die radioaktive Substanz zwar nicht dargestellt, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken am Dienstag.

Dennoch würden die mehr als 50 Bediensteten der Inspektion an der Grenze zu Tschechien zum 16. Januar für etwa ein Jahr ins benachbarte Schirnding umziehen. Die dortigen Diensträume seien bereits ertüchtigt worden, hieß es. Während dieser Zeit wird das Selber Dienstgebäude saniert. Die Polizeiwache in einem nicht mit Radon belasteten Nachbargebäude der Grenzpolizei bleibe weiterhin besetzt.

Das Bayerische Umweltministerium hatte Anfang 2021 den Landkreis Wunsiedel zum Radon-Vorsorgegebiet erklärt, da die radioaktive Substanz dort besonders verbreitet ist. Daher seien in der Folgezeit auch im Dienstgebäude der Grenzpolizeiinspektion Selb Messungen durchgeführt und erhöhte Werte der Substanz festgestellt worden. Das radioaktive Radon kommt vor allem in Gebieten mit hohem Uran- und Thoriumgehalt im Boden vor. Dazu gehört unter anderem das Fichtelgebirge im Nordosten Oberfrankens.