Ermittlungen gegen ehemaligen KZ-Aufseher aus dem Kreis Coburg

Wegen Beihilfe zum Mord ermittelt die Coburger Staatsanwaltschaft gegen einen 98-jähriger Mann. Er soll zwischen 1943 und 1945 als Wachmann im KZ in Ravensbrück in Brandenburg eingesetzt worden sein und nun im Landkreis Coburg leben. Das berichtet die Neue Presse. Da der Mann damals noch minderjährig war, gilt für ihn das Jugendstrafrecht. Wann mit einer Verhandlung zu rechnen ist, sei schwer abzuschätzen, heißt es von der Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen gestalteten sich schwierig. Im KZ Ravensbrück wurden über 120 000 Menschen als Häftlinge registriert, überwiegend Frauen und Kinder. Zehntausende wurden ermordet.