Erzbischof Ludwig Schick in Berlin., © Kay Nietfeld/dpa/Archivbild

Erzbischof Schick: «Aufgaben erfüllt und abgeschlossen»

Mit seinem Rücktritt will der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick bevorstehende wichtige Entscheidungen und Weichenstellungen nach eigenen Angaben einem jüngeren Nachfolger überlassen. «Ich habe meine Aufgaben im Erzbistum erfüllt und abgeschlossen», schrieb der 73-Jährige in einem Brief an die Gläubigen seiner Diözese, der am Dienstag auf der Homepage des Erzbistums veröffentlicht wurde. «Ab Herbst 2022 stehen neue Entscheidungen und Projekte an, die die zwei Jahre bis zu meinem 75. Geburtstag weit überschreiten.»

Generell bieten Bischöfe nach Vollendung des 75. Lebensjahres ihren Rücktritt beim Oberhaupt der katholischen Kirche an, Schick habe Papst Franziskus seinen Rücktritt aber schon bei einer Privataudienz im April dieses Jahres angeboten.

«Papst Franziskus hat meine Argumente angehört und erwogen. Zwischendurch hat er auch gebeten, dass ich weiterhin im Amt bleiben möge», schreibt Schick. «Nach nochmaligem Vortragen meiner Gründe hat er meiner Bitte Ende September dann entsprochen.» Der Apostolische Nuntius habe ihn aber zur Geheimhaltung bis zum Allerheiligen-Fest an diesem Dienstag verpflichtet. «Daran habe ich mich strikt gehalten», schrieb Schick. «Ab dem Fest Allerheiligen bin ich nicht mehr im Amt des Erzbischofs von Bamberg, aber zu Diensten.»

Das Domkapitel wird nach Bistumsangaben baldmöglichst einen Administrator wählen, der bis zur Ernennung eines Nachfolgers durch den Papst das Erzbistum leitet.