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Explosion im Salzbergwerk Berchtesgaden: Arbeiter verletzt

Berchtesgaden (dpa/lby) – Fünf Arbeiter sind bei einer Explosion im Salzbergwerk Berchtesgaden am Mittwochmorgen verletzt worden. Drei hätten Verbrennungen erlitten, zwei von ihnen seien leicht verletzt worden, teilten die Südwestdeutschen Salzwerke, zu denen das Bergwerk Berchtesgaden gehört, am Mittwoch mit. Es habe sich um eine Verpuffung gehandelt.

Drei der Arbeiter seien inzwischen in spezialisierte Kliniken gebracht worden. In Lebensgefahr war keiner von ihnen. Es gab auch keine größeren Zerstörungen. Der Bayerische Rundfunk hatte zuerst über das Unglück berichtet.

Der Unfall ereignete sich gegen 8.00 Uhr bei Schweißarbeiten. «Die Leute sind sehr schnell geborgen worden. Es hat alles reibungslos funktioniert», sagte Bergwerkssprecher Peter Botzleiner-Reber.

Besucher waren nicht betroffen – der Schauteil des Bergwerks war noch nicht geöffnet. Zudem ereignete sich der Unfall im Teil der aktiven Salzgewinnung abseits des für Gäste zugänglichen Bereichs. Dennoch blieb das Bergwerk am Mittwoch für Besucher geschlossen. Voraussichtlich sollte auch die Arbeit in den Schächten den ganzen Tag ruhen.

Die Arbeiter hatten in einem sogenannten Bohrspülwerk an einer Maschine für den Salzabbau geschweißt. «Die Ursache muss erst analysiert werden», sagte Botzleiner-Reber.

In Berchtesgaden wird das Salz nass in rund 30 sogenannten Bohrspülwerken abgebaut. Dabei wird ein Hohlraum mit Süßwasser gefüllt und das Salz ausgespült. Durch eine 20 Kilometer lange Leitung wird die Sole – jährlich rund 900 000 Kubikmeter – in die Saline nach Bad Reichenhall gepumpt und dort zum Bad Reichenhaller Salz weiterverarbeitet.

Seit vielen Hundert Jahren wird in Berchtesgaden das «weiße Gold» abgebaut. Schon um 1193 wurde die Salzgewinnung erstmals erwähnt, 1517 wurde der Petersberg-Stollen angeschlagen und damit das Salzbergwerk Berchtesgaden gegründet. Die Stadt hat damit eines der ältesten Salzbergwerke Deutschlands.