© Armin Weigel

Ermittlungen nach Hausexplosion und rätselhaftem Autounfall

Rohrbach an der Ilm (dpa) – Nach der Explosion in einer Doppelhaushälfte in Oberbayern sucht die Polizei weiter nach der Ursache. Sie prüft zudem, ob die Explosion mit einem tödlichen Autounfall in der Region zusammenhängen könnte, der sich nur 20 Minuten später ereignete – denn der Halter des Fahrzeugs war in dem eingestürzten Haus im Landkreis Pfaffenhofen gemeldet.

Stundenlang durchsuchten Einsatzkräfte am Donnerstag in dem kleinen Ort Rohrbach an der Ilm mit Hunden und Sonden die Trümmer nach zwei vermissten Bewohnern. Eine Doppelhaushälfte war vollständig in sich zusammengestürzt, bei der anderen wurde die Wand herausgerissen. In dem Haus sind nach Polizeiangaben fünf Menschen gemeldet. Drei davon befanden sich in Sicherheit, zwei von ihnen wurden leicht verletzt. Die anderen beiden Bewohner wurden am Freitagmorgen noch immer vermisst.

Die Suche nach den Vermissten gestaltete sich wegen des Feuers und Rauchs schwierig. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk trugen die Trümmer über Stunden ab, damit die Einsatzkräfte die Gebäudereste absuchen konnten.

Die Hausexplosion ereignete sich um 12.30 Uhr. Um 12.50 Uhr kam es dann auf der B300 im 30 Kilometer entfernten Schrobenhausen zu einem folgenschweren Zusammenstoß: Dort fuhr ein Auto in den Gegenverkehr und krachte in einen entgegenkommenden Lastwagen. Da die Leiche des Autofahrers nach Polizeiangaben bis zur Unkenntlichkeit verbrannte, ließ sich zunächst nicht feststellen, ob es sich bei ihm um den Halter des Fahrzeugs handelte, der in dem explodierten Haus gemeldet war. Auf die Frage, ob der Fahrer mutwillig in den Gegenverkehr gefahren sein könnte, wollte sich ein Polizeisprecher nicht äußern.

© dpa-infocom, dpa:210902-99-70016/4