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Fahrplanwechsel: Mehr ICEs von München nach Berlin

München (dpa/lby) – Zum Winter-Fahrplanwechsel erhöht die Bahn die Zahl der direkt von München nach Berlin fahrenden ICEs. Ab 15. Dezember wird es dann eine stündliche Direktverbindung von der Landes- in die Bundeshauptstadt geben, sagte Klaus-Dieter Josel, der Konzernbevollmächtigte der Bahn für Bayern, am Freitag in München. Bisher müssen Fahrgäste in der Mittagszeit noch in Nürnberg umsteigen.

Eine weitere schnelle Verbindung geht zwar noch nicht in Betrieb, nähert sich aber der Vollendung: Ende 2020 soll die Elektrifizierung der Bahnstrecke von München zum Bodensee abgeschlossen sein, womit die Züge nach Zürich dann künftig nur noch dreieinhalb Stunden unterwegs sein werden statt bisher über vier. Fahren werden auf dieser Strecke dann mit Neigetechnikzügen der Schweizer Bundesbahnen SBB.

Abgesehen von Verbesserungen stehen Bahnfahrern in Bayern in den kommenden Jahren auch mehr Baustellen ins Haus als bisher. Josel stimmte die Fahrgäste darauf ein, dass die Baumaßnahmen immer wieder zu Beeinträchtigungen führen würden. Da der Bund stark in die Bahn investieren will, wird auch in Bayern mehr Geld für den Ausbau der Bahnverbindungen zur Verfügung stehen. 2018 gab die Bahn in Bayern 1,1 Milliarden Euro aus, in diesem Jahr werden es etwa 1,6 Milliarden sein, ab kommendem Jahr noch mehr. Seit 1996 habe sich die Zahl der gefahrenen Zugkilometer in Bayern um 50 Prozent erhöht, sagte Josel. Die Infrastruktur aber sei im wesentlichen unverändert. «Wir haben Ausbau und Verkehrszuwachs», sagte Josel. «Da sind alle gefordert.»