Falsche Polizisten bringen 90-jährige um ihr Erspartes

Mehrere Zehntausend Euro haben bislang Unbekannte am Dienstag (29.9.) von einer 90-jährigen Coburgerin erbeutet. Die Betrüger gaben sich am Telefon als Polizisten aus. Um ihr Vermögen zu sichern, sollte die Coburgerin den größtmöglichen Geldbetrag von ihren Konten abheben. Das Bargeld übergab sie am Dienstagnachmittag dem vermeintlichen Polizeibeamten. Zu dem Geldabholer konnte die Rentnerin nur eine vage Beschreibung abgeben. Der Mann war zirka 40 Jahre alt und sprach deutsch mit ausländischem Akzent. Zur Kontaktaufnahme nutzten die Betrüger unterschiedliche Telefonnummern. Die Kripo ermittelt und warnt erneut vor solchen Betrugsmaschen.

 

Hier die Tipps der Polizei: 

• Seien Sie stets misstrauisch bei Anrufen, die ihre finanzielle und/oder persönliche Situation betreffen. Geben Sie keine Telefonnummern, Adressen, Kontodaten, Kreditkartennummern oder Ähnliches heraus. Beenden Sie umgehend das Gespräch.
• Lassen Sie sich zeitlich und emotional nicht unter Druck setzen.
• Lassen Sie sich von einem Anrufer, der sich als Polizeibeamter ausgibt, den vollständigen Namen, die Telefonnummer und die Dienststelle geben. Legen Sie danach auf und rufen Sie selbst bei der Polizeidienststelle an und lassen Sie sich den Einsatz bestätigen.
• Lassen Sie sich nicht von vermeintlich vertrauenserweckenden Rufnummern mit der örtlichen Vorwahl oder der Notrufnummer 110 in die Irre führen. Die immer professioneller agierenden Betrüger nutzen auch technische Möglichkeiten, mit denen tatsächlich existierende Telefonnummern von Polizeidienststellen oder Staatsanwaltschaften im Telefondisplay angezeigt werden können.
• Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
• Wählen Sie in dringenden Fällen den Notruf 110.