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FC Augsburg setzt gegen Schalke auf «positiven Rückenwind»

Augsburg (dpa/lby) – Der Augsburger Philipp Max freut sich auf das Duell mit dem FC Schalke 04. «Meine Eltern werden auch im Stadion sein», verriet der 26 Jahre alte Linksverteidiger dem «Kicker» in einem Interview. Das Wiedersehen mit seinem alten Verein am Sonntag (18.00 Uhr) in der Fußball-Bundesliga werde für ihn immer «schön und besonders» sein.

Max hat einen speziellen Bezug zu Schalke, denn er war als Teenager von 2010 bis 2014 selbst bei den Königsblauen aktiv. Und außerdem war sein Vater Martin 1997 Teil der legendären «Eurofighter», die damals sensationell den UEFA-Pokal gewannen.

Erst im Sommer wurde Max junior, der beim FCA bis 2022 unter Vertrag steht, auch als Kandidat für einen Transfer ins Ruhrgebiet gehandelt. «Die Spekulation lag ja nahe, weil Schalke einen Linksverteidiger suchte und ich durch meinen Vater und meine Zeit im Nachwuchs eine Verbindung zu diesem Club habe», sagte der Sohn des früheren Torjägers.

Aber weder Schalke noch der italienische Champions-League-Starter Atalanta Bergamo sorgten für einen Tapetenwechsel von Philipp Max. «Er ist ein Führungsspieler auf dem Platz», urteilte Trainer Martin Schmidt am Freitag über ihn. «Er wird von Spiel zu Spiel stärker.» Max will sich nun in erster Linie darauf konzentrieren, mit den Augsburgern endlich den Tabellenkeller zu verlassen. Mit nur einem Saisonsieg sind sie Vorletzter.

«Die vergangenen beiden Ergebnisse waren gut, aber das Tabellenbild spricht aktuell eine andere Sprache», sagte Schmidt vor dem Heimspiel gegen Schalke und verwies auf die beiden Unentschieden gegen den FC Bayern München (2:2) und den VfL Wolfsburg (0:0).

Seine Mannschaft verspüre «einen positiven Rückenwind. Wir nehmen viel Positivität mit in die kommende Partie», versicherte Schmidt, der keine personellen Sorgen hat. Allerdings gefällt dem Schweizer die Statistik gegen die Schalker nicht: Der FC Augsburg gewann nur eines seiner 16 Bundesligaspiele gegen die Königsblauen. Der einzige Sieg ist fast vier Jahre her.

Nach den beiden jüngsten Remis wird es Schmidt zufolge «nicht allzugroße Umbauten geben. Man will nicht aufreißen, was nicht aufzureißen ist.» Es sei aber «durchaus drin, dass es den einen oder anderen Wechsel gibt.»

Mit Courage wollen die Augsburger auch gegen Schalke auftreten. «Nach den zwei Unentschieden ist klar, dass es einen Dreier braucht. Und für den Dreier braucht es vorne keine Null, für den Dreier braucht es vorne Tore», urteilte Schmidt.